Spiel und Entspannung auf dem Schulhof der Hönnequell-Schule

Veröffentlicht am: 13.04.2022
Schulhofneugestaltung der Hönnequell-Schule

Der Schulhof der Hönnequell-Schule soll ein Erlebnisraum zum Erholen, Bewegen und Lernen werden. Bei einem Informationsabend in der Aula der Schule wurde jetzt der Planungsentwurf vorgestellt.

Durch den Ganztag verbringen Schülerinnen und Schüler heutzutage viel Zeit in der Schule. Sie ist ein bedeutender Lebensraum. Die Pausen auf dem Schulhof – an langen Schultagen 90 Minuten – bieten den Mädchen und Jungen einen wichtigen Ausgleich zur Unterrichtszeit. Kinder wollen sich bewegen, sich mit anderen austauschen oder mal ihre Ruhe haben. Darüber hinaus ist das Außengelände der Schule für viele Menschen ein beliebter Treffpunkt, nicht nur durch seine Nähe zum Jugendzentrum.

Schulleiterin Eva Päckert stellte die aktuelle Planung der Schulhofneugestaltung vor. Der Entwurf sieht mehr Sitzmöglichkeiten, schattenspendende Bäume und deutlich mehr Grün vor. Ruheoasen werden mit Hecken und Gräsern abgetrennt. Große Teile der heutigen Asphaltdecke werden aufgebrochen, ein Teil bleibt erhalten – etwa für fußballbegeisterten Kinder. Die sandfarbenen Bereiche des Plans stellen gepflasterte Flächen dar. In anderen Bereichen sollen Rasengittersteine eingesetzt werden. Eva Päckert erklärte: „Wir werden keinen Rasen bekommen. Dafür haben wir zu viel Laufverkehr.“ Viele Ameisen sind der Grund, dass kein Grünstreifen am Gebäude zu finden ist. Mitgedacht wurde des Weiteren der Bereich Richtung Kindergarten – dieser ist während der Corona-Pandemie bei Lehrern wie Schülern deutlich stärker ins Bewusstsein gerückt.

Vorgesehen sind in dem Plan mehr Fahrradständer, die vom Gebäude aus einsehbar sind. Davon verspricht sich die Schulleiterin, dass mehr Kinder als bislang das Fahrrad für den Weg zur Schule nutzen. Die Mülltonnen – aktuell geben sie auf dem Schulhof kein schönes Bild ab – kommen in eine Einhausung am Rande des Schulhofs. Eine bessere Beleuchtung des Areals kommt auch den Besuchern des Hallenbads, der Turnhallen und der Bücherei zugute. Passend zu Name und Lage der Schule wird der – an dieser Stelle unterirdische – Hönnelauf farblich auf dem Schulhof dargestellt. „Echter Wasser halten wir für nicht praktikabel.“

Die Schulleiterin betonte, dass aus der Schülerschaft immer wieder Rückzugsorte gewünscht wurden. Sie erinnerte die Zuschauer: „Jugendliche haben andere Bedürfnisse als Kinder.“ Wichtig seien den Mädchen und Jungen in diesem Zusammenhang mehr Sitzflächen. Gleichzeitig sei es sehr wichtig gewesen, Bewegungsangebote zu erhalten. Deshalb bleiben auch die beiden Basketballkörbe erhalten. Sie werden lediglich versetzt. Auf der Wunschliste steht noch ein zweites grünes Klassenzimmer.

Die Gesamtkosten belaufen sich nach aktuellen Berechnungen auf 834.000 Euro. 485.000 Euro sind für dieses Jahr eingeplant, für 2023 weitere 349.000 Euro. Gefördert wird das Projekt mit je 103.500 Euro in diesem und im nächsten Jahr, also 207.000 Euro in Summe.

Kerstin Braselmann avisierte Hilfe vom Förderverein der Schule für Anschaffungen nach der großen Umbaumaßnahme. Die Quartiersmanager der Stadt stellten in Aussicht, dass sich auch über den Verfügungsfonds noch Wünsche realisieren lassen.

Die Pläne wurden mit Schulleitung, Förderverein, Schüler- und Elternvertretung erarbeitet. Gemeinschaftlich hatten sie auch zu dem Informationsabend mit konstruktivem Austausch eingeladen. Ida Mauer vertrat die Schüler, Uwe Oltmanns die Eltern. 14 Menschen, darunter fünf Lokalpolitiker von vier der fünf Neuenrader Parteien, waren der Einladung in die Aula gefolgt.

Schulleiterin Eva Päckert betonte immer wieder, dass die Entwürfe noch modifiziert werden können. Während und nach ihrer Vorstellung der Pläne fragten die Zuhörer interessiert nach, gaben Anregungen und äußerten Bedenken. Bei der Feinjustierung der Pläne werden sie mit einfließen. Im nächsten Schritt wird der Entwurf mit Brandschutzexperten abgestimmt. „Wir hoffen, dass wir in den Herbstferien starten können“, warf Eva Päckert einen Blick in die Zukunft.