Rund 450.000 Euro: Förderbescheid für Wiederaufbaumaßnahmen
Einen besonderen Termin hatte noch im Dezember das Neuenrader Rathaus: Thomas Sommer, Leiter der Abteilung Regionale Entwicklung, Kommunalaufsicht und Wirtschaft bei der Bezirksregierung Arnsberg, überbrachte der Stadt einen weiteren Förderbescheid für den Wiederaufbau nach der Starkregen- und Hochwasserkatastrophe 2021. Empfangen wurde er von Bürgermeister Volker Klüter, Bauamtsleiter Marcus Henninger sowie Bauamtsmitarbeiter Richard Schwartpaul.
Bei dem Bescheid handelt es sich um den ersten Änderungsbescheid zum bereits bewilligten Wiederaufbauplan. Die Stadt Neuenrade hatte für drei laufende Maßnahmen inhaltliche Anpassungen beantragt, die nun genehmigt wurden. Darüber hinaus konnten sechs zusätzliche Projekte in den Förderkatalog aufgenommen werden. Konkret geht es um die Instandsetzung von vier Wirtschaftswegen, die Prüfung der Verrohrung der Hönne unter der Kernstadt von Neuenrade und ein Niederschlagsmodell am Dreseler Bach, um das Werdohler Gewerbegebiet Dresel bei zukünftigen Starkregenereignissen besser zu schützen.
Die Zuwendung für die nun bewilligten Maßnahmen beläuft sich auf rund 450.000 Euro. Insgesamt hat das Land Nordrhein-Westfalen der Stadt Neuenrade damit inzwischen fast 3,3 Millionen Euro für die Schadensbeseitigung, den Wiederaufbau sowie konzeptionelle und präventive Maßnahmen zur Verfügung gestellt.
Bereits im Oktober 2023 hatte die Bezirksregierung Arnsberg einen Förderbescheid in Höhe von 2,824 Millionen Euro übergeben. Grundlage war der vom Stadtrat beschlossene Wiederaufbauplan mit insgesamt 69 Maßnahmen zur Beseitigung der Schäden an kommunaler Infrastruktur. Betroffen waren unter anderem Wirtschaftswege, Brücken, Gewässer, Gebäude und Straßen. Ein zentrales Projekt war der Neubau der durch das Hochwasser vollständig zerstörten Hönnebrücke an der Hönnestraße/Erlhof.
Mit dem nun überreichten Änderungsbescheid wird der Wiederaufbauplan weiter fortgeschrieben und an die tatsächlichen Erfordernisse angepasst. Die zusätzliche Förderung ist damit ein wichtiges Signal für die weitere Umsetzung der noch ausstehenden Maßnahmen – und kurz vor Jahresende ein willkommenes, frühes Weihnachtsgeschenk für die Stadt Neuenrade.