Stadtentwicklung

Stadtentwicklung bezeichnet den aktiven Planungs- und Veränderungsprozess von Städten. Im Unterschied zum Städtebau, der sich stärker auf die baulich-räumliche Entwicklung von Teilbereichen bezieht, geht es bei der Stadtentwicklung im Sinne einer Stadtentwicklungsplanung um die Steuerung der Gesamtentwicklung der Stadt, die auch die gesellschaftliche, wirtschaftliche, kulturelle und ökologische Entwicklung beinhaltet. Stadtentwicklung verlangt somit eine interdisziplinäre, integrierte und zukunftsgerichtete Herangehensweise. Die Stadtentwicklung greift gesellschaftliche Tendenzen wie z. B. den demographischen Wandel, die Globalisierung und/oder die Verankerung der Nachhaltigkeit auf der lokalen Ebene auf und setzt sich zum Ziel, diese Herausforderungen – auch durch neue Beteiligungskultur und –formen (Bürgerbeteiligung) – zu meistern.

Um dieses Ziel auch für Neuenrade zu erreichen, hat die Stadt in den letzten Jahren verschiedene lokale und regionale Entwicklungskonzepte aufgestellt, die sich aktuell in der Umsetzungsphase befinden.

LEADER

Neuenrade ist gemeinsam mit den Städten Arnsberg, Balve und Sundern Mitglied der LEADER-Region „LEADERsein! Bürgerregion am Sorpesee“.

LEADER ist ein Förderprogramm der Europäischen Union zur Förderung der ländlichen Entwicklung. Ziel der LEADER-Projekte sollte es sein, auf innovativen Wegen die Lebensqualität und insbesondere den sozialen Zusammenhalt zu fördern, um so unsere Region rund um den Sorpesee noch stärker zu machen.

Kern des Programms ist der sogenannte Bottom-up-Ansatz – das Prinzip 'von unten nach oben'. Dies bedeutet, dass wirklich jeder selbst mitentscheiden kann, welche Maßnahmen wichtig sind und welche Projekte verwirklicht werden sollen.

  • Das regionale Entwicklungskonzept der LEADER-Region kann hier heruntergeladen werden.

IKEK / ISEK

Anlass

Neuenrade als Stadt im ländlichen Raum wird durch den demographischen und sozioökonomischen Wandel aktuell und zukünftig vor neue Herausforderungen gestellt. Themen wie Alterung der Gesellschaft, Digitalisierung von Beruf und Alltag oder der Wandel von Mobilitätsanforderungen und -angeboten bedürfen kurzfristiger Weichenstellung, um die Entwicklung der Stadt mittel- und langfristig in die richtigen Bahnen zu lenken. Das IKEK – als themen- und ortsteilübergreifendes Konzept – soll hierbei als Instrument zur Bewältigung der Herausforderungen, Bündelung der vorhandenen Ressourcen und Beschleunigung der Projektumsetzung dienen.

Neben den Projekten in den Ortsteilen besteht in Neuenrade spezifischer Handlungsbedarf im Bereich der Innenstadt. Um diese Maßnahmen, die in den Bereich der Städtebauförderung fallen, ebenfalls in Angriff nehmen zu können, wird das IKEK von einem „Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK)“ für die Innenstadt ergänzt und erweitert. Das ISEK definiert Ziele und Projekte zur Sicherung und Stärkung nachhaltiger städtebaulicher Strukturen.   

Prozess

Die Konzepte wurden unter breiter und intensiver Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger der Stadt erarbeitet. Zu diesem Zweck haben neben einer gesamtstädtischen Auftaktveranstaltung Dorfspaziergänge mit Vertretern des beauftragten Planungsbüros und Mitarbeitern der Stadtverwaltung in allen Ortsteilen und in der Innenstadt Neuenrades stattgefunden, bei denen zahlreiche Anregungen und Projektideen eingebracht wurden. In einer öffentlichen Abschlussveranstaltung am 16.11.2017 im Kaisergarten wurden dann konkrete Projektideen mit Informationen zu Verstetigung und Finanzierung durch das beauftragte Planungsbüro und die Verwaltung vorgestellt und in einer Abschlussdiskussion mit den anwesenden Bürgern hinsichtlich der Projektprofile geschärft.

Ziele

IKEK und ISEK sollen der Stadt Neuenrade helfen, eine Zukunftsstrategie und einen Projektkatalog zu entwickeln, um den Herausforderungen einer sich wandelnden Gesellschaft abgestimmt und planvoll begegnen zu können. Die Wohn- und Lebensqualität der Stadt soll für alle Bürger langfristig erhalten und ausgebaut werden, damit Neuenrade auch zukünftig attraktiver Standort für Wohnen und Wirtschaft bleibt.

Die Konzepte stehen unter den folgenden Links für Sie zum Download bereit:













Auskunft erteilt:

Schwartpaul, Richard
Telefon 02392/693-64
Fax 02392/693-905
Alte Burg 1 58809 Neuenrade
2. OG (Altbau)
Zimmer: 48 (Bauamt)
Marcus Henninger
Telefon 02392/693-60
Fax 02392/693-905
Alte Burg 1 58809 Neuenrade
2. OG (Altbau)
Zimmer: 43 (Bauamt)